Schwimmbad-Leckortung

Eine Leckortung in Schwimmbädern erfordert gesondertes Know-How und spezielle Ausrüstung. Die Firma Bockholt hat beides. Ob Folienbecken, Beton- oder GFK-Pool – wir finden das Leck punktgenau.

Wann brauche ich eine Pool-Leckortung?

Ein kleiner Wasserverlust im Sommer ist völlig normal – schließlich verdunstet durch Sonne und Wind täglich Wasser, und auch beim Planschen geht Spritzwasser verloren.

Wenn der Wasserstand jedoch kontinuierlich und spürbar sinkt, liegt meist ein technischer Defekt oder ein Riss vor. Durch unsere jahrelange Erfahrung im Schwimmbadbau kennen wir jede Schwachstelle von Poolanlagen bis ins kleinste Detail. Zudem arbeiten wir eng mit regionalen Schwimmbad-Fachbetrieben zusammen, um Ihnen nicht nur bei der Ortung, sondern auch bei der anschließenden Sanierung die beste Lösung zu garantieren.

Typische Anzeichen

Achten Sie auf folgende Warnsignale, um rechtzeitig zu handeln:

  • Übermäßiger Wasserverlust: Mehr als 5–10 mm Absinken des Wasserspiegels pro Tag.
  • Luft im System: Blasenbildung an den Einströmdüsen oder ständiger Lufteinschluss im Filterkorb.
  • Nasse Stellen im Garten: Feuchte Erde oder Absackungen der Pflasterung rund um das Becken.
  • Steigender Chemikalienverbrauch: Sie müssen ungewöhnlich viel Chlor oder pH-Regulierer nachdosieren.
  • Sichtbare Beschädigungen: Kleine Falten, Risse in der Folie oder Schäden am Beton.

Bei Schwimmbad-Leckortung kommt diese Technik zum Einsatz

Elektro-Akustik-Verfahren (z. B. Dölco FD3): Wird bei nichtleitenden Hüllen (wie Folienbecken) eingesetzt, um elektrische Impulsunterschiede am Beckenboden und an den Wänden zu messen. Dadurch lassen sich Mikrorisse und Beschädigungen in der Folie zentimetergenau lokalisieren, ohne das Wasser abzulassen.

Vakuum-Glocken: Kommen direkt an den Einbauteilen wie Unterwasserscheinwerfern, Skimmerflanschen oder Einströmdüsen zum Einsatz. Durch das Erzeugen von Unterdruck an den Nahtstellen wird sofort sichtbar, ob Dichtungen oder Flanschverbindungen undicht sind.

Leitungsortung: Dient dem exakten Kartieren des unterirdischen Rohrverlaufs im Garten oder unter der Poolumrandung. Mithilfe von Sender-Empfänger-Systemen wird die Verrohrung im Erdreich geortet, um den Messbereich für Folgemessungen eingrenzen zu können.

Tracer-Gas-Verfahren (Spurengas): Wird in die zuvor entleerte und abgesperrte Rohrleitung eingeleitet. Das leichtflüchtige Formiergas tritt an der Leckstelle aus, steigt durch das Erdreich auf und wird an der Oberfläche (z. B. unter Terrassenplatten) mit einem Gassensor punktgenau aufgespürt.

Thermografie: Kommt zum Einsatz, wenn das Becken oder die Leitungen entleert sind. Wärmebildkameras erfassen minimale Temperaturunterschiede an den Oberflächen, die durch austretendes Restwasser oder feuchte Hinterfüllungen im Mauerwerk entstehen.

Farbproben-Verfahren (Dye-Test / Spezialfarbe): Spezielle Unterwasser-Prüffarbe wird mit einer Spritze direkt an verdächtigen Stellen (z. B. Skimmer oder Scheinwerfer) eingebracht. Das Leck zieht die Farbe durch die Strömung ein und markiert die Undichtigkeit sofort.

Unsere Referenzen in der Schimmbad-Leckortung

Druckluft auf einer Einlaufdüse deckt Schwachstellen auf.

Mittels des Elektroakustischen Verfahrens werden Leckagen hörbar gemacht.

Farbproben werden in den Pool gelassen, um Undichtigkeiten an der Treppe ausfindig zu machen.

Lampen sind übliche Stellen für Undichtigkeiten in der Folie. Auch hier machen Farbproben das Leck sichtbar.

Die Leckortung mittels Vakuumglocke funktioniert auch bei abgelassenem Wasser.

Das Vakuum-Manometer gibt Aufschluss über die Dichtigkeit.

Bypass-Installation an einer Pool-Wärmepumpe.

Häufige Fragen (FAQ) zur Schwimmbad-Leckortung

Wie läuft eine Schwimmbad-Leckortung ab?

Die Überprüfung erfolgt systematisch in zwei Schritten: Zunächst wird die Beckenhülle auf Beschädigungen untersucht. Im nächsten Schritt werden die Einbauteile (Skimmer, Scheinwerfer, Düsen) sowie die zugehörigen Rohrleitungen mittels Druckprüfung, Leitungsortung oder Tracer-Gas-Verfahren auf Dichtigkeit geprüft.

Muss das Poolwasser für die Messung abgelassen werden?

Nein, in der Regel nicht. Die verwendeten Messverfahren sind so ausgelegt, dass die Ortung bei gefülltem Becken durchgeführt werden kann. Ein Ablassen des Wassers ist für die Fehlersuche meist nicht notwendig. Falls das Becken für spätere Maßnahmen dennoch entleert ist, kann die Überprüfung alternativ per Thermografie erfolgen.

Muss Kies und Schlamm aus dem Teich entfernt werden?

Nein. Eine Messung kann auch mit Schlamm und Kies erfolgen.

Wie werden Schäden an der Beckenhülle geortet?

Bei Becken mit nichtleitenden Hüllen (z. B. Folienbecken) kommt das elektro-akustische Leckageortungsgerät Dölco FD3 zum Einsatz. Damit lassen sich Fehlstellen in der Hülle zerstörungsfrei und zentimetergenau eingrenzen.

Wie werden Lampen, Düsen und Ablaufventile geprüft?

Anbauten, Flanschbereiche und Dichtungen an Scheinwerfern oder Einströmdüsen werden mithilfe von Vakuum-Glocken auf Dichtigkeit kontrolliert. Unterdruck macht Undichtigkeiten an den Übergängen direkt sichtbar.

Wie wird ein Leck in den unterirdischen Leitungen geortet?

Zur Überprüfung der Verrohrung im Erdreich werden Druckprüfungen der einzelnen Abschnitte durchgeführt. Bei Druckabfall wird der genaue Verlauf der Leitung geortet und das Leck mittels Tracer-Gas-Verfahren punktgenau bestimmt, ohne dass Baggerarbeiten auf Verdacht nötig sind.

Wer übernimmt die eventuell anfallende Reparatur?

Aufgrund unserer Praxiserfahrung im Schwimmbadbau und der regelmäßigen Zusammenarbeit mit Schwimmbad-Fachbetrieben stimmen wir die Testergebnisse und den Prüfbericht auf Wunsch direkt mit den ausführenden Sanierungsbetrieben ab.